„In jeder Hinsicht ein Husarenstück. Umfangreich, schwer und vom Wasser aus durchgeführt, gelegentlich bei sehr schlechten Wetterbedingungen. Nicht umsonst haben wir uns während der Vorbereitungen auf das Thema Sicherheit konzentriert. Bei Ausführung, Training und Fortbildung. Und mir ist im Zusammenhang mit diesem Projekt nur ein Zwischenfall bekannt geworden, nämlich ein Zwischenfall, bei dem sich jemand einen Zeh gestoßen hatte.“ Harry Oudman, Manager Projects bei Wagenborg Nedlift, blickt außerordentlich zufrieden auf die monatelange Renovierung des Außenladers von AkzoNobel zurück.

Er bekommt Beifall vom Projektleiter Henk Assink von AkzoNobel. „Wenn man die Zahl der Mannstunden – stolze fünfzehntausend Stunden – berücksichtigt, die wir geleistet haben, haben wir eine wahre Mammutaufgabe bewältigt. Und das für eine sehr ungewöhnliche Aufgabe, die alles andere als Standard war. Wir haben zwar sehr viel Erfahrung mit Hubvorgängen zu Land bei Industrieanlagen, doch all das war nichts gegen diese Renovierung.“ Nicht umsonst haben wir schon sehr früh mit den Vorbereitungen begonnen. Und vorab wurden sogar mithilfe von Tauchern etwaige Hindernisse unter Wasser ausgekundschaftet.

Gezeiten

Oudman: „Auch für uns war das Heben von einem Ponton aus mit einem derart schweren Material etwas Besonderes. Aus diesem Grund stellten wir zusätzliche Berechnungen an, um die genaue Reichweite des Krans zu ermitteln.“ Eine Aufgabe, die besonders große Anforderungen an die Sicherheit, den Einsatz und das Verhalten der Beteiligten sowie an Finanzen und Materialwahl stellte. Auch den Einfluss von Wind, Wetter und Gezeiten galt es zu berücksichtigen. „Und mit spezifischen Absprachen! Beispielsweise, um nur tagsüber Hubarbeiten zu verrichten, denn dies trägt zur Beschränkung der Risiken bei.“

Extremer

Wagenborg Nedlift hat diese Aufgabe mit zahllosen Gesprächen und Berechnungen begonnen. „Wir beleuchten all unsere Spielregeln. Alles muss im Voraus feststehen. Wir haben sogar mit dem Lieferanten unseres Krans gesprochen. Wir beziehen Wind und Wellen in unsere Planung ein, erstellen eine Risikoanalyse, wählen mit Bedacht bestimmte Kräne aus, berücksichtigen Umfang und Gewicht des Materials und denken auch an die Versicherung. Darüber hinaus beziehen wir in unsere Planung einige Tage ein, an denen nicht gearbeitet werden kann. Normalerweise wären das unter den üblichen Umständen fünf Tage gewesen. Wir allerdings waren zweimal mit einem schweren Sturm konfrontiert. Das Wetter war extremer als normalerweise.“

Das letzte Wort

Sowohl Harry Oudman als auch Henk Assink sind mit der Zusammenarbeit zufrieden. „Vorbereitung und Umsetzung verliefen harmonisch. Wir freuen uns über die Zusammenarbeit hier im Chemie Park, denn wir sehen und erleben, dass bei uns allen das Thema Sicherheit höchste Priorität hat. Und die Leute müssen sich trauen zu handeln. Wenn es darum geht, ob ein Hebevorgang im betreffenden Moment weitergehen kann oder nicht, hat bei uns der Mann an Deck oder im Kran das letzte Wort.“ Henk Assink: „Das ist vergleichbar mit jemandem, der sich traut, in der Fabrik oder während eines Auftrags ‚Stopp’!“ zu sagen. Letztendlich wollen wir genau dieses Verhalten sehen.“

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