‚FlorijnAs‘ ist eine großangelegtes Entwicklungskonzept zur Verbesserung der Zugänglichkeit der Stadt Assen (Niederlande). Im Rahmen des Programms werden zahlreiche Projekte zur Förderung des urbanen Wirtschaftswachstums und zur positiven Entwicklung der Stadt als bedeutender Lebensraum in der Region initiiert. Die Stadt finanziert das Programm mit dem ‚RSP Fond‘, der Fördermittel für Projekte zur Verbesserung der Zugänglichkeit der nördlichen Regionen der Niederlande bereitstellt. Ebenfalls beteiligt an der Finanzierung sind die Provinz Drenthe und die Region Groningen-Assen.  

‚Blauwe As’ ebnet Assen den (Wasser)Weg in die Zukunft

Eine der Initiativen für die kommenden Jahre ist das Projekt ‚Blauwe As‘, das die Erreichbarkeit der Stadt durch die Schaffung eines urban nutzbaren Wasserweges beleben soll. Mit dieser neuen Wasserverbindung wird Assen zu einem attraktiven Ziel auf der Strecke Ijsselmeer - Meppen - Assen - Groningen - Wattenmeer. Geplant sind sechs bewegliche Brücken, zwei Schleusen sowie ein neues Wendebecken für Frachtschiffe, ein enormer Imagegewinn für die Stadt Assen. 

‘Blauwe Klap’ – die erste neue Brücke

Die erste neu errichtete Brücke des Projekts ist die ‚Blauwe Klap’, eine Doppel-Autobrücke mit mehreren beweglichen Brückendecks. Die ‚Blaue Klap‘ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Van Hattum en Blankevoort Tochtergesellschaften Elja und VSF. Die Anlieferung nach Assen und die Installation der diversen Stahlkomponenten der Brücke, wie der Decks, Pfeiler und statischen Bauteile, übernahm Royal Wagenborg. 

Koordination von Transport und Installation

Sämtliche Brückenbauteile – zwei Pfeiler, zwei Autobrücken-Elemente, zwei Radfahrbrücken-Elemente und zwei Statikeinheiten – wurden nach der Fertigstellung in koordinierter Reihenfolge mit Trailern auf die Baustelle in Assen transportiert und unmittelbar nach deren Eintreffen installiert. Die Abwicklung von Transport und Installation konnte innerhalb von zwei Wochen abgeschlossen werden.

Zuerst wurden die zwei Brückenpfeiler per Trailer nach Assen befördert. Die Pfeiler (11,23 x 1,53 x 3,25 m) mit einem Gewicht von über 10 Tonnen wurden von Wagenborg mithilfe von zwei Mobilkränen mit 110 Tonnen bzw. 35 Tonnen positioniert.

Danach erfolgten Transport und Installation der vier Fahrbahnelemente. Alle Brückendecks wurden in Rotterdam hergestellt und von Wagenborg auf dem Binnenwasserweg nach Groningen befördert. Der letzte Abschnitt der Reiseroute wurde auf Trailern absolviert. Die zwei Autobrücken-Elemente (11,2 x 10,3 x 1,5 m) mit einem Gewicht von je 42 Tonnen sowie die beiden jeweils 21 Tonnen schweren Radfahrbrücken-Elemente (10,4 x 9,9 x 1,3 m) konnten mittels eines 500 t Mobilkrans in Position gebracht werden.

Die Statikeinheiten auf den Pfeilern bestehen aus je zwei Komponenten: dem Ausgleichsgewicht auf der einen Seite und dem Hubarm zum Heben des Brückendecks auf der anderen. Nachdem die Fahrbahnelemente installiert worden waren, konnten die Statikbauteile auf die Pfeiler gehoben werden. Für die Montage der Bauteile mit einer Größe von 15 x 3 x 4,5 m und einem Gewicht von je 65 Tonnen wurde ebenfalls ein 500 t Mobilkran eingesetzt. Abschließend wurden die Decks mit den Statikkomponenten verbunden. 

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