Wohin ihr Weg unsere Kunden auch führt, Wagenborg begleitet sie. Das zeigte sich auch vor kurzem wieder, als die T46, eine komplette Onshore-Bohranlage, von Schneeren in Deutschland nach Shpiragu (Albanien) verlegt werden musste.

„Es begann alles im Februar 2012, als wir hörten, dass der folgende Standort der T46 in Shpiragu/Albanien liegen sollte“, erklärt Projektleiter Harry Lansink. „Ehrlich gesagt, musste ich zuerst einmal einen Blick auf die Landkarte werfen, um die genaue Position festzustellen. Aber schon kurz danach befanden wir uns mit unseren Auftraggebern in intensiven Besprechungen, um das gesamte Paket von Montage, Demontage und logistischen Dienstleistungen im Rahmen dieses Projekts zu erörtern. Wir haben dies auch vorher schon viele Male an verschiedenen Standorten in Europa getan, aber Albanien war ein neues Arbeitsgebiet sowohl für uns als auch für den Auftraggeber.“

Wie immer sorgten Wagenborg Foxdrill, spezialisiert auf Montage und Demontage von Bohrinseln, und Wagenborg Nedlift, spezialisiert auf Schwertransporte und Hebearbeiten, gemeinsam mit dem Auftraggeber für die Realisierung derartiger Projekte. Für dieses vielumfassende Projekt wurden mehr Kompetenzen in den Bereichen Seetransport, Agenturen und Zollabfertigung benötigt.

„Da Wagenborg das vollständige Spektrum an logistischen Dienstleistungen anbietet, war es nicht schwierig, dieses Know-how in der eigenen Unternehmensgruppe zu finden. Zu diesem Zweck musste lediglich das Projektteam um Kollegen von Wagenborg Shipping und Wagenborg Projects & Logistics erweitert werden“, legt Harry dar.

Mehr und mehr

Ende März begannen die Experten von Wagenborg Foxdrill mit der Demontage der Bohranlage im deutschen Schneeren. Von diesem Standort wurden alle Teile der Anlage per Tieflader zum Hafen in Papenburg gebracht, wo ein temporäres Lager für die Zollformalitäten eingerichtet worden war. Mitte April konnte nach der Genehmigung durch den Zoll die Verladung auf das Wagenborg-Schiff „Metsäborg“ beginnen. Für die Beladung des Schiffes war ein detaillierter Stauplan erstellt worden. Allerdings wurde der Ladeliste im Laufe des Projekts immer mehr Fracht für Albanien hinzugefügt. Es hatte den Anschein, als ob die Kapazität des Schiffes nicht für die gesamte Bohranlage ausreichen würde. Dies hätte dann zweifellos zu einer Verzögerung geführt, obwohl die Zeit für unseren Auftraggeber einen entscheidenden Faktor darstellte. Die Projektmanager von Wagenborg Shipping standen somit vor einer Herausforderung, aber es gelang ihnen das Schiff bis auf den letzten Kubikmeter zu beladen. Am 19. April verließ die „Metsäborg“ den Hafen von Papenburg und trat die 14-tägige Reise nach Durrës in Albanien an.

Einschaltung lokaler Kräfte

Nach einer zweiwöchigen Reise legte die „Metsäborg“ im Hafen von Durrës an. Auf dem Baugelände in Shpiragu, rund 100 km vom Hafen von Durrës entfernt, waren die Vorbereitungen des Anlagenbaus noch voll im Gange. Für den Transport der verschiedenen Teile des Bohrturms musste extra eine Straße über die Hügel gebaut werden. Harry fährt fort: „Für den Transport in Albanien wurde ein lokales Transportunternehmen eingeschaltet. Da es nur ein einziges Transportunternehmen mit einem mehr oder weniger geeigneten Fuhrpark für diese spezielle Fracht gab, hatten wir keine große Auswahl. Der Fuhrpark war zwar nicht so modern, wie wir das in der nordeuropäischen Öl- und Gasindustrie gewöhnt sind, aber zumindest für den Umzug der T46 brauchbar. Für einige außergewöhnliche Komponenten wie die 4 Generatoren gab es nur einen einzigen geeigneten Trailer für den Transport. Das hieß 6 eintägige Fahrten nacheinander; allein der Transport dieser Ladung dauerte also bereits 6 Tage! Für die Planung der Logistik bedeutete dies eine nicht geringe Verzögerung, die den Fertigstellungstermin der Montage in Gefahr bringen konnte. Glücklicherweise verliefen alle anderen Transporte wie geplant und konnten die Kollegen bereits mit der Montage auf dem Baugelände beginnen. Da Wagenborg weltweit in den entlegensten Gebieten arbeitet, sind unsere Teams den intensiven Umgang mit der lokalen Bevölkerung gewöhnt, um stets alle Wünsche unserer Auftraggeber zu erfüllen. In Shpiragu stellten die Fachkenntnisse und die Erfahrung unserer Menschen ein weiteres Mal den entscheidenden Unterschied dar.“

Zufriedener Auftraggeber

Für die Hebearbeiten im Laufe der Montage der T46 wurden einige Hydraulikkrane aus Griechenland angefordert, weil es vor Ort nicht genug Krane gab. Nachdem alle Teile der Bohranlage auf dem Gelände eingetroffen und die richtigen Krane betriebsbereit waren, konnten die Montagearbeiten an der T46 schnell abgeschlossen werden. Die T46 wurde von Wagenborg weit vor dem ursprünglich vereinbarten Termin einem zufriedenen Bohrturmbetreiber übergeben. „Eine echte Wagenborg-Leistung!“ bemerkt Harry zum Abschluss.

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