In den vergangenen Jahren hat Wagenborg auch am Windenergiemarkt immer wieder die Kompetenz und Erfahrung des Unternehmens in der Logistik bewiesen. Aus diesem Grund haben wir auch den Vertrag über die gesamte Logistik für das Projekt Borkum West II erhalten. Die unterschiedlichen Bauteile der 40 Windkraftanlagen von Areva mit einer Leistung von 5 MW mussten von verschiedenen Häfen in Deutschland nach Eemshaven verschifft werden. Dank der Diversität der Unternehmen der Wagenborg-Gruppe konnten wir ein weiteres Mal beweisen, auch derartig komplexe logistische Herausforderungen vollständig in eigener Regie bewältigen zu können.

Eemshaven als Knotenpunkt an Land

Für das Projekt Borkum West II diente der Eemshaven als Knotenpunkt an Land. Aus verschiedenen deutschen Häfen wurden die unterschiedlichen Anlagenteile nach Eemshaven verschifft. Alle Transporte wurden mit Schiffen unserer eigenen Flotte durchgeführt. Bei der Ankunft im Eemshaven löschte Wagenborg die Teile der Windkraftanlagen mit einem mobilen 500-t-Kran, woraufhin 2 miteinander verbundene, 6-achsige SPMTs (Modulfahrzeuge mit eigenem Antrieb) die Teile zu einem temporären Lagerplatz transportierten. Während ein Wagenborg-Team für die oberen und die mittleren Turmsegmente sorgte, war gleichzeitig ein anderes Team mit dem Transport der unteren Segmente, Naben und Gondeln befasst. Diese Bauteile wurden in den deutschen Häfen mit 2 schweren 705-t-Raupenkranen auf Pontons geladen. Die Pontons wurden anschließend zum Eemshaven geschleppt und gelöscht, woraufhin sie für die folgende Ladung wieder in die Ausgangshäfen zurückkehrten. Insgesamt wurden 14 solcher Fahrten durchgeführt, um alles sicher und nach Plan in das Lager zu befördern.

Zusammenarbeit ist entscheidend

Da für dieses Projekt Vorschriften von GL Noble Denton galten, wurden alle Hebe- und Transportpläne von unseren eigenen Ingenieuren mit größter Sorgfalt im eigenen Haus entwickelt. Dank der optimalen Zusammenarbeit zwischen unserem Auftraggeber, den Inspektoren von GL Noble Denton und den einzelnen Unternehmen der Wagenborg-Gruppe konnte das Projekt auf sichere Weise zum Erfolg geführt werden. Die letzten Aktivitäten im Rahmen des Projekts wurden noch vor Weihnachten 2012 abgeschlossen, woraufhin sich alle Beteiligten auf den Transport der Rotorblätter, der Anfang 2013 folgen sollte, vorbereiten konnten. Nach 20 Verschiffungen waren auch diese Rotorblätter sicher im Eemshaven gelagert.

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