Obwohl Spezialtransporte zu unserer täglichen Routine gehören, betrachten wir jedes Projekt als etwas Besonderes. Besonders hinsichtlich Fracht und Bestimmungsort, wegen der Abmessungen oder wegen des Gewichts. Und mitunter kommen alle diese Kriterien in einem Projekt zusammen und ist es in jeder Hinsicht etwas Besonderes. So war es auch, als Wagenborg von der Firma Vopak mit einem enormen Projekt im Botlekgebiet betraut wurde. Dabei mussten insgesamt 52 gedämmte Vorratstanks und 32 Module (Rohrbrücken) von Willebroek (Belgien) nach Vlaardingen (Niederlande) transportiert werden. Hier sollten alle Komponenten auf dem Vopak-Terminal installiert werden. Eine echte Herausforderung für Wagenborg. Aber wenn es schwierig wird, laufen wir zu Hochform auf!

Just-in-Time-Transport

Die größten Tanks mit einem Volumen von fast 4.000 m³ haben einen Durchmesser von 13 m. Die kleinsten Tanks, die immerhin noch ein Volumen von 2.500 m³ aufweisen, haben einen Durchmesser von 11,5 m. Die Höhe variiert zwischen 25-28 m und ist auf die maximal zulässige Höhe auf der Transportroute vom Hersteller in Willebroek nach Vlaardingen zugeschnitten. Alle Tanks zusammen haben ein Volumen von 150 Millionen Litern, ein Gesamtgewicht von über 5.000 t und nehmen nebeneinander eine Fläche von 30 Tennisplätzen ein.

Kommunikation was sehr wichtig während des Installierens der Tanks
Kommunikation was sehr wichtig während des Installierens der Tanks

Da Fabrikation, Transport und Installation aufeinander abgestimmt sein mussten, war Timing bei diesem Projekt der entscheidende Faktor. Erstens hatte der Tankfabrikant einen straffen Produktionsplan für die Lieferung der 52 Tanks. Zweitens musste Vopak dafür sorgen, dass die Tankfundamente auf dem Terminal rechtzeitig fertiggestellt waren. Und drittens musste Wagenborg alle diese Fakten und Informationen kombinieren und daraus einen optimalen Transportplan erstellen. Die Tanks wurden in zwei Phasen transportiert. Im Januar 2013 wurden die ersten 26 Tanks transportiert und installiert. Der Rest wurde in der zweiten Phase im Mai 2013 geliefert. Für die erfolgreiche Realisierung des Projekts hatte die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten entscheidende Bedeutung.

Knifflige Installation

Der gesamte Transport auf dem Wasserweg wurde mit 135 m langen und 17 m breiten Containerschiffen durchgeführt. Nachdem die Vorratstanks befestigt waren, dauerte die Fahrt nach Vlaardingen zwei Tage. Hier wurden die Tanks erfolgreich Stück für Stück mit einem CC2500 Raupenkran auf dem Vopak-Terminal gelöscht. Dieser Raupenkran übernahm auch die Verladung der Tanks auf einen doppelten, 10-achsigen SPMT (Modulfahrzeug mit eigenem Antrieb). Mit dem SPMT wurde der Transport auf dem Gelände vom Kai bis unter den Haken des Hauptkrans durchgeführt. Bei diesem Hauptkran handelte es sich um einen LR1750 Raupenkran mit einem 78 m langen Hauptausleger und Superlift-Ausrüstung. Dieser schwere Kaventsmann hob die Tanks in die genaue Position auf dem Fundament. Auf dem Papier klingt das einfach, aber wegen einiger „Details“ wurde die Installation zu einer besonders kniffligen Aufgabe.

Wegen Platzmangels auf dem Terminal war die Reihenfolge des Aufstellens und Installierens der Tanks entscheidend. Nach der Installation eines Tanks mussten die Hebekrane in die Position für den folgenden Tank versetzt werden. Zu diesem Zweck wurden Holz- und Stahlmatten verlegt oder entfernt. Sobald ein Fundament gedämmt und ein Tank in Position gebracht worden war, konnte über diesen Tank nichts mehr hinwegbewegt werden, wodurch die gesamte Installation zu einer kniffligen Aufgabe wurde. Jedes separate Heben und Bewegen unterschied sich von der vorherigen Aktion und musste von Wagenborg separat geplant werden. Das Projekt umfasste auch die Installation von 32 Rohrbrücken-Modulen, die zwischen den Tanks installiert werden mussten. Dadurch wurde das Ganze noch komplizierter.

Aber dank der Experten von Wagenborg konnte das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden. Alles wie geplant und zur vollen Zufriedenheit unserer Auftraggeber.

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