Im Laufe der vergangenen Jahre hat Wagenborg sich als ein erfahrener und sachkundiger Partner für logistische Wartungsverträge in der Petrochemie und der Industrie bewährt. In der Praxis ergeben sich bei einem logistischen Wartungsvertrag eine breite Vielfalt an Hebe-, Transport- und Montagearbeiten, bei denen eine durchdachte Vorgehensweise erforderlich ist. Mit einem derartigen Problem wurde die H&R ChemPharm GmbH vor Kurzem konfrontiert.

Die H&R ChemPharm GmbH ist die älteste und eine der am hochwertigsten produzierenden Raffinerien der Welt. Die Produktionsstätte der ChemPharm in Salzbergen ist Teil der H&R-Firmengruppe und stellt chemische und pharmazeutische Rohstoffe her. Angesichts des Alters der Anlage sind manche Teile inzwischen überholt und müssen ersetzt werden. Dazu gehört auch ein 54 Jahre alter Reaktor. Die Installation eines neuen Reaktors ist ein besonderes Projekt mit einem komplexen Hebevorgang. Ein Fall für Wagenborg …

Der neue Reaktor ist 37 m lang und hat einen Durchmesser von 1,37 m, womit dieser doppelt so groß ist wie der alte Reaktor. Mit derartigen Abmessungen werden die Produktivität und die Qualität der Fertigung erheblich verbessert. Der 101 t schwere Reaktor, der in Grimma in der Nähe von Leipzig gebaut wurde, musste in einer 40 m hohen Stahlkonstruktion montiert und installiert werden. Bei diesem Hebevorgang setzte Wagenborg einen seiner LR1750 ein. Auf dem Papier eine einfache Aufgabe für diesen 750-t-Raupenkran, aber der Standort von H&R ist nicht für Kräne mit einem derartigen Umfang ausgelegt. Außerdem gibt es durch die vielen Systeme und Leitungsbrücken, die nahe beieinander gebaut sind, wenig Platz zum Manövrieren. Das führte zu einem sehr komplexen Hub, da der Reaktor angehoben und nicht weniger als 58 m zur Seite befördert werden musste. Deshalb wurde der rote Riesenkran, mit einem Hauptmast und einem Ausleger von 35/65 m, mit einer Konfiguration von einem Superlift-Gegengewicht von 300 t ausgerüstet.

Vom Lagerplatz auf dem H&R-Gelände wurde der Reaktor vom LR1750 und einem mobilen 500-t-Kran waagerecht gehoben. Der Reaktor wurde anschließend langsam von einer waagerechten in eine senkrechte Position gebracht, danach konnte der Raupenkran den Reaktor in sein Fundament in der Stahlkonstruktion heben. Und das alles innerhalb von vier Stunden. Mit dieser Leistung des Wagenborg-Teams unter Führung van Peter Eiffius unf Willy Drees wurde wiederum eine pragmatische und sichere logistische Lösung geboten, wobei der Betrieb der Raffinerie durch die Hebearbeiten nicht gestört wurde.

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